Großgrimma wurde erstmals urkundlich um 1240 als Grimowe erwähnt, um 1265 Cremowe, 1378 Krymmow, 1458 Crtymw, 1530 Groß Crym, 1535 Grymma, 1796 Großkrimme und ab 1816 als wie heute Großgrimma. Vermutlich weist der aus dem Slawischen stammende Ortsname auf eine hochgestellte Persönlichkeit hin, der zu Ehren der Ort Grimowe oder Cremowe genannt wurde.

Der Name Grunau stammt aus dem Althochdeutschen und bedeutet der Ort am grünen, wiesenreichen Bach, im altsächsischen auch „Land am Wasser“ oder „Land an den nassen Wiesen“. Im frühen Mittelalter war die Grunau eher ein Fluss als ein Bach wie heute und besaß eine große sumpfige Niederung.

Bösau wurde 1265 als Besowe und Bessowe erstmals erwähnt. Im Jahre 1458 hieß der Ort Bessow, 1478 erwähnten Kaufleute den Ort dann als Basaw und um 1750 schließlich als Bösau. Um 1815 trägt er den heutigen Namen. Es wird vermutet, dass der Ortsname aus dem Altsorbischen stammt und böser Geist, Dämon oder Ort des Teufels bedeutet. Das deutet darauf hin, dass Bösau möglicherweise eine altsorbische bzw. slawische Kult- und Religionsstätte war. 

Mödnitz wird erstmals 1277 als Medenitz erwähnt, 1507 heißt es Medeenitz, 1745 heißt es Mädnitz und ab 1819 wird der Ort als Mödnitz bezeichnet. Der Name stammt aus dem Altsorbischen und bedeutet eine Gegend in der Honig gesammelt wurde. Es kann aber auch sein, dass damit auf eine größere Waldung hingewiesen werden sollte. Von Mödnitz wurde bekannt, dass das Dorf 1813 nach der Völkerschlacht bei Leipzig von den abrückenden Franzosen erheblich heimgesucht wurde.

Deumen erscheint in alten Urkunden um 1267 als Thumen, um 1300 als Thumene, 1385 Deumen, 1530 als Teumen, 1675 als Deimen und bereits 1750 als Deumen, aber 1814 wieder als Teumen. Der Name Deumen stammt aus dem Sorbischen und bezeichnet einen Ort in der Nähe eines Sumpfes oder Moores. Die Kirche in Deumen war in ihrer Form mit Turm und Seitenschiff eine der ältesten Kirchen im Landkreis Weißenfels.

Domsen begegnet uns in den alten Schriften etwa um 1300 als Domascowe, 1332 als Domaczow, 1378 als Domssow, dann wieder 1445 Domaczow, 1458 Dompsaw, 1487 Thomaßaw, 1532 Dompsaw, 1616 Dombßen, 1748 schon mal als Domsen, 1814 als Dombsen, ab Mitte des 19. Jh. nur noch als Domsen. Auch der Ortsname Domsen entstammt dem Altsorbischen und stellt wahrscheinlich den Namen einer hochgestellten Person oder Familie dar, nachdem der Ort ursprünglich benannt worden ist.

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