Erinnerungen an die alte Heimat

Mindestens seit Ende des Krieges war die Gemeinde Großgrimma mit ihren Ortsteilen Grunau, Bösau, Domsen, Deumen und Mödnitz sog. „Bergbauschutzgebiet“. Das hieß, es war seitdem damit zu rechnen, dass die Dörfer irgendwann dem Braunkohleabbau zum Opfer fallen. Soweit ich weiß lagert hier noch qualitativ recht hochwertige Kohle und die nicht tief unter der Oberfläche. Insofern kam es für viele Einwohner nicht überraschend als es Anfang der 90er Jahre des letzten Jahrhundert hieß, dass die Orte „wegkommen“. Den Nachbargemeinde Dobergast mit ihren Ortsteilen Steingrimma und Queisau ereilte dieses Schicksal Anfang der 80er Jahre. Wie damals in der DDR üblich wurde das beschlossen und die Entschädigungen für die Bewohner festgelegt. Von dieser Gemeinde existieren nur noch wenige bildliche Darstellungen, was vor allem damals oft bedauert wurde. Entsprechend schnell verblasste die Erinnerung. Dies sollte mit meiner Heimatgemeinde nicht passieren! Ich entschloss mich also, gemeinsam mit den Mitgliedern des damaligen Heimatvereins, die Häuser und die Bewohner zu fotografieren, um so die Erinnerung an die alte Heimat wach zu halten. Gerne nutzte ich die Möglichkeit zu den Heimatfesten 1995 und 1997 mit dem Hubschrauber Luftaufnahmen zu machen, die auch auf dieser Webseite zu sehen sind. Weiterhin zog ich an vielen Wochenenden von Haus zu Haus, um (fast) alle Bewohner vor ihren Häusern abzulichten. (Die Bewohner sind aus datenschutzrechtlichen Gründen hier nicht zu sehen.) Bei viele ehemaligen Bewohnern werden beim Betrachten der Bilder die Erinnerungen wieder hochkommen an die vergangene Zeit. Ich selbst bin in Großgrimma aufgewachsen, in Dobergast, Grunau, Mödnitz und Großgrimma zur Schule gegangen. Meine Kinder waren in den Ferien immer gerne auf dem Bauernhof meiner Eltern und Großeltern und denken gerne an diese Zeit dort zurück.
Viel Spaß beim Betrachten der Bilder!

Göttern im November 2019
Dietmar Winter

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