Großgrimma - eine kulturhistorische Wanderung
Marco Krauthaim und Horst Zimmermann (1996)
(Hinweise: Diese Ausarbeitung wurde im Jahre 1996 erstellt, so dass manche Textstellen aus heutiger Sicht veraltet sind. Ich habe die Urfassung dahingehend verändert und sie in verschiedene Abschnitte aufgeteilt, um die Übersichtlichkeit zu verbessern. Den Inhalt habe ich nicht verändert. Diese Veröffentlichung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Autoren. D.W.)
Die Gemeinde Großgrimma liegt im Landkreis Hohenmölsen ca. 4 km nordöstlich von der Kreisstadt entfernt. Sie besteht aus den Ortsteilen Bösau, Deumen, Domsen, Großgrimma, Grunau und Mödnitz. Die Feldfluren und Ortslagen, Wege und Gewässer bedecken eine Fläche von rund 27,5 qkm.
Einwohnerzahlen:
- Jahr 1865:
Bösau: 93 (Gemeinde), 17 (Gut)
Deumen: 127 (Gemeinde), 26 (Gut)
Domsen: 280 (Gemeinde), 21 (Gut)
Großgrimma: 278
Grunau: 206
Mödnitz: 114 Summe: 1162 - Jahr 1946:
Gemeinde gesamt: 1776 - Jahr 1993 (Stand 1.4.)
Gemeinde gesamt: 787 (385 männlich, 402 weiblich)
Geografie
Die Gemeindefläche liegt im Grenzbereich des Hohenmölsen-Zeitzer Lößhügellandes mit der Lützener Platte bzw. der Leipziger Tieflandsbucht. Die Oberflächenentwässerung erfolgt zur Grunau hin, welche zum Flußgebiet der Saale zählt. Die Grunauquelle befand sich in einem Tälchen am Wege von Mutschau nach Naundorf und Tackau, etwa 600 Meter westlich vom Ortsrande Mutschau entfernt in einer Höhe von ca. 185m üNN. Der Bach durchfloss die Ortslagen Mutschau, Köttichau und Steingrimma und nahm unterhalb von Dobergast ein aus der dortigen Quellmulde rinnendes Bächlein auf. Von der Quelle bis hierher ist mit Ausnahme eines kaum 300 Meter langen Stückes beiderseits der Straße Nonnewitz-Jaucha (hier floss der Bach in ca. 162m üNN) das gesamte Grunautal den Braunkohlentagebauen zum Opfer gefallen. Die Grunau wand sich ab Dobergast nach Norden und floss unterhalb von Bösau in die SO-NW gerichtete Aue zwischen den Dörfern Grunau und Großgrimma. Innerhalb der Gemeinde Großgrimma fällt ihre Höhe von 141m auf 133m üNN. Zwischen Poserna und Rippach mündet die Grunau in die Rippach.